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Ihre Beiträge

Um den PV-Ausbau der Bestandesbauten zu forcieren sollte eine Informationskampagne, ergänzt um Gratisofferten lanciert werden. Vielen Eigentümern ist nicht bewusst, dass eine PV-Anlage sich bereits innerhalb weniger Jahren amortisieren lässt. Dies insbesondere im Gewerbe wo ein Grossteil des produzierten Stroms selber verbraucht werden kann, oder aber wenn im Wohnbereich ein ZEV als Lösung realisiert wird. Subventionierte Offerten würde es dem PV-Gewerber erlauben, lukrative Objekte zu eruieren und proaktiv die jeweiligen Eigentümer mit einer Offerte von den Vorteilen einer Anlage zu überzeugen. Heute erfolgt die Initiative von den Eigentümern. Mit obigem Ansatz könnten Eigentümer erreicht werden, die ansonsten den PV-Ausbau nicht im Auge haben.
Daniel M.
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Die Welt gehört allen. Wer etwas vom Allgemeingut braucht oder verschmutzt/zerstört (auch Wasser, Luft, Boden, Wald, CO2,…), muss dafür an die Allgemeinheit bezahlen (Steuern) So haben Güter den Preis, den sie die Gesellschaft wirklich kosten, was in einem vernünftigeren Umgang mit allen Resourcen enden sollte
Fränzi O.
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Ziel sollte sein, das häufige Neukaufen von Smartphones zu senken und so den Elektroschrott zu reduzieren. Darum könnte ein bspw. 10% Zuschlag auf alle Smartphones verlangt werden. Die Einnahmen werden bspw. für Second-Hand Verkaufsstellen investiert. Problem ist, dass so Einkommensschwache diskriminiert werden. Trotzdem würden so spottbiklige Smartphones etwas teurer und deshalb unattraktiver.
Matthias S.
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Ressourcennutzung besteuern statt Arbeitsstunden (Ressourcen werden teurer, arbeitsintensive Tätigkeiten wie Reparatur werden günstiger)
L N.
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Kostenloser ÖPNV, Ausbau Fahrradinfrastruktur in Kombination von Verteuerung von Fliegen/Auto.
Julius N.
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Besteuerung der Emissionen für Jnternehmen
Till M.
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Alle Vorschläge

Weniger ist besser – so geht Suffizienz

26-09-2022

Pro Person und Jahr produzieren wir rund 730 Kilogramm Siedlungsabfall, lassen 110 Kilogramm einwandfreie Lebensmittel vergammeln und blasen alleine mit unseren Ferienflügen im Durchschnitt mehr als zwei Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Muss das sein? Nein, sagt die Suffizienz.

Suffizient heisst ausreichend. Also nicht zu viel. Unter Suffizienz laufen ganz unterschiedliche Ideen mit dem gemeinsamen Ziel, mit weniger Ressourcenverbrauch (mindestens) gleich zufrieden zu sein. Das tut Mensch und Umwelt gut. Hier geben wir Anregungen, wie das geht.

Zum Ausprobieren Zero Waste

In der Schweiz gibt es inzwischen fast in jedem grösseren Ort verpackungsfreie Läden. «ZeroWaste Switzerland» bietet eine gute Übersicht. Mitgründerin Natalie Bino erklärt, wie ihr Leben ohne Verpackung funktioniert: «Wir leben deswegen nicht in der Höhle. Wir konsumieren bloss weniger und intelligenter: Qualität, lokale Produktion und Langlebigkeit sind uns wichtig.»

Entrümpeln

Ein Leben mit nur 119 Dingen? «Je weniger, desto besser», sagt Minimalist Alan Frei in diesem Artikel. Wer nicht gleich zum Minimalist werden, aber trotzdem Ballast abwerfen will, kann sich kleine Ziele stecken. Wie wärs, jeden Tag zum Beispiel einen Gegenstand wegzugeben? Sie erleichtern sich das Leben. Wenn Sie den Gegenstand verschenken oder verkaufen, muss insgesamt weniger produziert werden, und der Ressourcenverbrauch sinkt. Stefanie Brenner hat einst wegen einer langen Reise die meisten Gegenstände weggeben. Und nicht zurückgeholt. «Ich habe nun viel mehr Zeit für meine Freunde, anstatt meine Wohnung mit Aufräumen und Putzen im Schuss zu halten.»

Einfach weniger konsumieren

Ist das Ferienglück abhängig von der Anzahl Flugkilometer? Je grösser das Schnitzel, desto besser der Tag? Für Elmar Grosse Ruse jedenfalls nicht: «Ich will so leben, dass ich mich dabei gut fühle.» Dazu gehört für ihn, dass es besonders umweltbelastenden Konsum – wie eben beispielsweise Fleisch oder Flugreisen – nur in sehr kleinen Dosen gibt.

Erleben statt kaufen

Es ist wissenschaftlich belegt: Materialisten sind unglücklich. Materialisten müssen dem Geld nachrennen und vergleichen sich gern, was nicht guttut. Glücklicher als Statussymbole und die fünfte Handtasche machen Erlebnisse. «Was zählt, sind Freundschaften und Beziehungen», sagt Monika Tobler. «Und die leben davon, dass man gemeinsam Zeit verbringt.» Sie selbst verschenkt darum Erlebnisse statt Spielzeug und Staubfänger.

Weniger Einkommen, mehr Zeit

Vergleiche zwischen Ländern und Haushalten zeigen: Je höher das Einkommen, desto höher die Umweltbelastung. Daniel Heusser hat sein Arbeitspensum bewusst reduziert. Er hat sich gefragt: «Was will ich eigentlich?» Die Antwort: Mehr Familie, weniger Einkommen – auch wenn die grösser werdenden Töchter immer mehr kosten. «Mit 20 Prozent weniger Einkommen habe ich nicht bei der Qualität gespart, sondern einfach auf die überflüssigen Dinge verzichtet.»

Tauschen und Teilen

Fast in jedem Haushalt gibt es eine Bohrmaschine, aber gebraucht wird sie nur 13 Minuten pro Jahr. Die allermeisten Bohrmaschinen wurden also für nichts hergestellt, mit viel Plastik, Metall und Energie. Warum nicht teilen? Oder Dinge gebraucht kaufen, die man doch etwas häufiger benötigt? «Ich hatte begonnen, Möbel und Kleider für die Kinder secondhand einzukaufen, weil sie wachsen und immer wieder neue Sachen brauchen», sagt Giulietta Duyck. «Irgendwann habe ich mich gefragt: Warum nicht Secondhand-Kleider auch für mich?» Ihre Erfahrungen sind gut: «Vom Business-Anzug bis zu Schuhen habe ich schon tolle Sachen gefunden, oft kaum getragen. Qualität, Preis und Abwechslung stimmen, ohne die Umwelt zu belasten.»

Zum Mitmachen

Viele lokale und einige nationale Initiativen machen Suffizienz einfacher und schwungvoller.

In Repair Cafés können Sie Dinge flicken lassen – vom Radio bis zu Ohrringen – und damit Abfallberge reduzieren. Mit den Stickern von Pumpipumpe können Sie ihren Nachbarn einfach zeigen, was Sie ausleihen würden. Online sind Dinge zum Ausleihen und Mieten auf www.sharely.ch zu finden. Auch Secondhand spart Ressourcen: Börsen, Brockis und Auktionsplattformen sind im Internet leicht zu finden. Im WWF-Textilreport finden sich Ideen, wie sich die Textilproduktion und damit verbundene Umweltauswirkungen reduzieren lassen. Oder einmal eine Kleidertauschparty organisieren? Hier gib es eine Anleitung. In der ganzen Schweiz finden sich Gemüsekooperativen – selber Hand anlegen für lokales Gemüse. Unerreicht vielfältig, frisch, natürlich. Hier sind Initiativen aus der Deutschschweiz zu finden. Die Seite «Zeit statt Zeug» liefert Ideen für erlebnisreiche, umweltfreundliche Geschenke. Eigenwillige Erfahrungen und kreative Vorschläge zu weniger Konsum steuert auch das Onlinemagazin «das Lamm» bei. Zum Weiterlesen

Es gibt immer mehr Bücher über das Leben mit immer weniger. Diese Lektüren können wir Ihnen empfehlen:

Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand von Harald Welzer: grundsätzliche Gedanken über das Glück des Verzichts – oder besser des Vereinfachens. Befreiung vom Überfluss von Niko Päch: für den Ausbruch aus dem Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung und den Einstieg ins selber machen. Genug genügt. Mit Suffizienz zu einem guten Leben von Marion Leng, Kristin Schild und Heidi Hofmann: Porträts von Menschen, die mit Suffizienz vorwärtsgekommen sind. Plus Expertentipps für die Praxis. Ein gutes Leben für alle der BUND Jugend: mit viel Schwung von der Theorie zur Praxis. Ganz Praktisch.

 

Der Beitrag wurde vom WWF Schweiz geschrieben und auf ihrer Webseite veröffentlicht. Mehr zum Thema Nachhaltigkeit lesen Sie hier. 

Weichen stellen für eine ressourcenschonende Zukunft

21-09-2022

Der gängige Lebensstil geprägt von der Konsumgesellschaft ist nicht nachhaltig. Trotz technischem Fortschritt und Innovationen verbrauchen wir viel zu viele Ressourcen. Effizienz allein reicht also nicht; es braucht Verhaltensänderungen, beispielsweise um Food Waste oder übervolle Schränke zu reduzieren, Grün- und Erholungsflächen zu erhalten oder dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dabei steht die Frage nach dem rechten Mass und dem guten Leben im Vordergrund.

Suffiziente Lebensstile für die Zukunft

Neben Effizienz und Konsistenz ist Suffizienz einer der Grundpfeiler einer nachhaltigen Entwicklung. Dabei geht es um die Frage nach dem rechten Mass und dem guten Leben, individuell und in globaler Verantwortung. Ein suffizienter Lebensstil begründet sich auf einem beziehungsreichen und ressourcenarmen Leben entsprechend der Kurzformel «langsamer, weniger, besser, schöner» und ist ohne Einschränkung der Lebensqualität (verstanden als Zufriedenheit, Erfüllung, Wohlbefinden) möglich. Demgegenüber steht der aktuelle Lebensstil geprägt von «immer weiter, immer schneller, immer mehr», der einhergeht mit einer Anhäufung von materiellen Gütern und materiellem Luxus.

Suffiziente Lebensstile: die Rolle der Gemeinde

Die öffentliche Hand kann Rahmenbedingungen schaffen, die ressourcenleichte, suffiziente Lebensstile begünstigen. Durch ihre Nähe zur Bevölkerung haben Städte und Gemeinden verschiedene Möglichkeiten, eine suffiziente Lebens- und Wirtschaftsweise zu fördern: Sie können Initiativen aus der Bevölkerung unterstützen, sie können durch planerische und gesetzliche Vorgaben einen geeigneten Entwicklungsrahmen festlegen und sie können selber eine Vorbildrolle übernehmen.

 

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite der Stiftung PUSCH.

Die Challenge für CO2-armes Reisen

21-09-2022

In einer Stunde von Basel nach Barcelona mit dem Flugzeug, mit dem Auto nach Schweden: Unsere Ferien oder Ausflüge sind oft mit grossem Energieverbrauch und hohen Emissionen verbunden. «Join the Journey» zeigt auf, dass es auch anders geht und suffizientes Reisen eine spannende und moderne Handlungsalternative darstellt.

Reisen ins Ausland machen 45%, also 11'095 Kilometer der durchschnittlichen Jahresmobilität pro Person der Schweiz aus. Dabei legt jede Person im Durchschnitt fast 9'000 Kilometer mit dem Flugzeug zurück (Quelle: Bundesamt für Statistik, 2017). Das Reisen in ferne Länder wird als Freiheitsbedürfnis angesehen und erfreut sich grosser Beliebtheit.

Eine kleine Gruppe von Menschen wird im Projekt zu Botschafter/-innen für einen suffizienten Lebensstil im Bereich Reisen. Durch ihre Reiseberichte begeistern und inspirieren zu nachhaltigem Urlaub.

Die Reise beginnt

Nachdem 2015 das Vorprojekt gestartet hatte, wurden viele Abklärungen zur Machbarkeit gemacht und die Challenge ausgearbeitet. Partnerschaften konnten geschlossen werden und im Juli 2018 machten sich  sechs Teams auf den Weg. Die zweiwöchige Challenge wurde von Radio RaBe begleitet und die Reisenden hielten ihre Erlebnisse im Blog fest. Die Teams versuchten sich in ihren CO2-Emissionen zu unterbieten und absolvierten jeweils drei Challenges, welche ihnen unterwegs aufgegeben wurden. Die Reiseberichte, die Emissionen und die Challenges bildeten die Kriterien, um das Gewinnerteam zu küren.

Runde zwei: Weiter, flexibler, grösser

Die zweite Challenge fand 2019 im gesamten Monat Juli statt. Die Teams konnten so flexibler ihr Reisedatum bestimmen. Zudem setzten wir auf einen frischeren Blog und eine Streuung über die sozialen Medien. So waren auch die Teilnehmenden in der Lage, ihre Blogbeiträge besser mit ihrer Community zu teilen. Die auf zehn begrenzten Plätze waren schnell mit Teams belegt, diesmal auch mit weiteren Reisen. Beispielsweise wurden unter dem Motto #ZugstattFlug die Türkei und Schottland bereist und mit dem Velo ging es bis an die Mittelmeerküste.

Mit Abschluss der Challenge ist «Join the Journey» jedoch noch nicht ganz beendet. Die vielen tollen Tipps und Tricks, welche die Teams zusammen getragen haben, werden in einem Dokument aufbereitet und zur Verfügung gestellt.

 

Mehr dazu lesen Sie auf der Webseite des Ökozentrum in Basel.

Weitere News & Aktivitäten

Was bedeutet Suffizienz?

Mehr darüber lesen

Suffizienz & Politik

Zeitplan

April 2022

Projektbeginn

bis November 2022

Literaturrecherche & Experteninterviews

bis Februar 2023

partizipative Veranstaltungen

bis August 2023

Durchführung & Auswertung von Umfragen

bis November 2023

Kommunikation mit polititischen Akteuren & Öffentlichkeit

Oktober 2023

National- und Ständeratswahlen

März 2024

Projektabschluss